galerie gugging erstmals bei der SCOPE BASEL! - vom 12. bis 17. Juni 2018

12/06/2018 - 17/06/2018

Wir freuen uns, Sie an unserem Stand A07 bei der SCOPE Basel zu begrüßen!

Informationen zur Messe finden Sie auf der Website www.scope-art.com.

Die galerie gugging ist ein Hotspot der Art Brut Szene und ein Ort, der seit jeher von Künstlern, Sammlern und Kunstinteressierten als Quelle der Inspiration aufgesucht wird. Die mittlerweile etablierte Galerie wurde zur Präsentation und zum Verkauf der Werke der „Künstler aus Gugging“ gegründet. Art Brut, die Jean Dubuffet als unverbildete, rohe Kunst von Autodidakten definiert hat, ist die Kernkompetenz der galerie gugging. Es werden vier Ausstellungen im Jahr gezeigt, die von einem Katalog begleitet werden und einen Überblick über das vielseitige Œuvre der Künstler sowie das aktuelle Geschehen vor Ort geben. Zudem versteht sich die Galerie als Botschafterin der Künstler, und so ist sie unter anderem auch auf Messen wie der Outsider Art Fair in New York oder der Drawing Now in Paris sowie der SCOPE in Basel vertreten.  Da es der Galerie unter anderem auch ein Anliegen ist, Art Brut im zeitgenössischen Kontext zu positionieren, ist die SCOPE – als etablierte Messe für zeitgenössische Kunst – die ideale Gelegenheit dafür.

Neben Werken von Oswald Tschirtner werden Arbeiten von Leopold Strobl präsentiert. Oswald Tschirtner zählt zu den Klassikern der Art Brut und ist schon lange in der zeitgenössischen Kunstlandschaft etabliert. Bekannt wurde er durch seine “Kopffüßler”, reduzierte Figuren ohne kennzeichnende Attribute wie Kleidung oder Geschlecht. Der Künstler verbildlichte außerdem auch Gegenstände oder Begriffe in minimalistischer Weise. So können ein paar einzelne Striche Landschaften, Regen, Wind oder Frieden darstellen. Beeindruckend sind auch seine Portraits, die anhand weniger, präzis gesetzter Linien den Charakter des Dargestellten einfangen. Er ist mit seinen Werken in der Sammlung des Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien, der Collection de l’Art Brut, Lausanne, der Sammlung Helmut Zambo oder der Sammlung des Museum of Outsider Art, Moskau, vertreten. Sein reduzierter Strich und die minimalistische Herangehensweise machen die besondere Klasse und Prägnanz seiner Kunst aus.

Hingegen werden Leopold Strobls Arbeiten – er besucht seit Jahren das offene atelier in Gugging – vom klobigen Schwarz inmitten seiner Landschaften dominiert. Diese abstrakten Gebilde in einer menschenleeren Kulisse unterstreichen den non-figurativen, verformbaren Charakter. Wie Oswald Tschirtner, der bei seinen kolorierten Zeichnungen nur sehr selten mehrere Farben benutzte, verwendet Strobl konsequent stets nur die Farben Schwarz, Hellgrün und drei verschiedene Gelbtöne. Durch seine intuitive Auffassungsgabe von Lichteffekten und der Interaktion zwischen soliden Farben und Transparenz bilden sich ein paar der gedruckten Motive hervor, während andere verborgen bleiben. Seine Arbeiten sind mittlerweile auf der ganzen Welt zu finden; ob auf internationalen Kunstmessen, wie der Outsider Art Fair in New York, der Drawing Now in Paris, aber auch in diversen öffentlichen und privaten Sammlungen wie der Treger/Saint Silvestre Art Brut Collection in Portugal, der abcd ART BRUT Collection in Paris oder der Victor Keen Collection in Philadelphia.

Die erste gemeinsame Präsentation dieser beiden Künstler, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten, verdeutlicht, dass sich vermeintliche Gegensätze auf anregende Art ergänzen und in Harmonie treten können.