Kernbeis Franz

(*1935, Prigglitz, NÖ)

Kernbeis verarbeitet in seiner Kunst hauptsächlich Eindrücke aus dem Alltag und bildet Dinge aus seiner Umgebung und seiner Vergangenheit wie Traktoren, Pflüge, Pflanzen, Gebäude, Fahrräder, Flugzeuge oder Tiere ab. Rasch und intuitiv zeichnet er eine größtenteils durchgehende Bleistiftkontur, die er anschließend mit Blei- oder Farbstift ausfüllt. Die zarte Linienführung in seinem Frühwerk wird sukzessive kräftiger, bis die abstrahierten Grundformen ab den 1990er Jahren und besonders in den 2000er Jahren flächig sehr dicht mit Linien verschiedener Farbnuancen ausgearbeitet werden. Merkmal seiner Arbeit ist eine archaische Formensprache, eine in sich ruhende und klare Struktur. 1990 erhielt Franz Kernbeis mit der Gruppe der Künstler aus Gugging den Oskar-Kokoschka-Preis. Seine Arbeiten sind unter anderem in der Sammlung des Lentos Kunstmuseum, Linz, der Sammlung Essl, Klosterneuburg, sowie der Collection de l´Art Brut, Lausanne, vertreten.

Franz Kerbeis arbeitete am elterlichen Bauernhof und lebt seit 1981 im Haus der Künstler.