tauscher jürgen

(*1974, St. Pölten)

Jürgen Tauscher interessiert sich für Technik, Action, Abenteuer und Science Fiction. RLT, KSA1, Galactica oder 747 lauten einige der kryptischen Titel seiner Werke, mit denen er den visionären Technologien seiner Fernsehidole huldigt oder anderes mechanisches Gerät, vorzugsweise Flugobjekte, darstellt.

Der Künstler arbeitet hauptsächlich mit Bleistift auf Papier. Vereinzelt verwendet er Farbstifte. Er beginnt den Zeichenprozess mit einem Gerüst aus Doppellinien, das er anschließend mit Strichen ausfüllt, bis die Konstruktion nur noch zart durchschimmert. Diese Transparenz lässt die kompakten Bilder stellenweise leicht und filigran erscheinen. Tauscher setzt die Requisiten seiner Helden – Flugzeuge (Abb.), Raumschiffe (Abb.) oder Spezialautos (Abb.) – mit beeindruckendem kompositorischen Gespür in Szene. Neben all den Beförderungsmitteln kann man immer wieder auch Gebäude erkennen, die zu einem Großteil aus Fenstern bestehen. Er entwickelt sie nach einer Art Baukastenprinzip indem er einzelne Bleistiftelemente zusammensetzt. Die Kathedralen, Häuser oder Wolkenkratzer sind als Kulissen in seine Bilder integriert oder als Hauptmotive arrangiert: Eine über die gesamte Zeichenfläche ausgebreitete Fensterfront (Abb.), ein Riesenrad vor Stadtansicht (Abb.), oder sein wohl eindrucksvollstes Werk, ein Flugzeug, das in ein Hochhaus prallt (Abb.). Die dichten Objekte füllen das Blatt fast zur Gänze; partielle Beschneidung des Dargestellten und dynamische Linienführung vermitteln Bewegung und Kraft.

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