zemánková anna

(1908, Olomouc, Moravia bis 1986, Prag)

„I grow flowers that grow nowhere else.“

Die tschechische Künstlerin Anna Zemánková (1908-1986) zeigt die Natur als Schauplatz innerer Befindlichkeiten. Ihre phantastischen Pflanzenbilder aus Arabesken, geometrischen Figuren und organischen Formen scheinen auf dem Blatt zu schweben, zu kämpfen oder zu tanzen. Zemánková arbeitete meist in den frühen Morgenstunden und schuf spontane Zeichnungen. Sie experimentierte mit diversen Materialien wie Tempera, Kugelschreiber, Pastellkreide oder Farbstiften und verwendete Textilien, falsche Diamanten, Pailletten oder Perlen für ihre Bilder, die sie teilweise perforierte oder prägte.
Ihre Werke kann man unter anderem in der Anthony Petullo Collection, Milwaukee, der Collection de Stadshof, Museum Dr. Guislain, Ghent, oder der Collection de l’Art Brut, Lausanne, finden. 2013 waren ihre Werke auf der Biennale von Venedig vertreten.

Anna Zemánková, die sich bereits in ihrer Kindheit für das Zeichnen interessierte, war Zahnärztin, bevor sie 1933 heiratete und ihr Leben ihrem Mann und den vier Kindern widmete. 1948 übersiedelte die Familie nach Prag. Zemánková war über 50 Jahre alt, als sie damit begann, sich künstlerisch zu betätigen. In den frühen 1980er Jahren wurden ihr als Folge von Diabetes beide Beine amputiert. Sie widmete sich bis zu ihrem Tod der Kunst und starb in einem Seniorenheim.