Hladisch Helmut

(1961, wien)

Wenn er aus dem Gedächtnis zeichnet, stellt Helmut Hladisch Alltagsgegenstände oder andere, ihm vertraute Dinge aus seiner Umgebung dar. Das häufigste Motiv ist der Baum, dessen Grundform entweder aus einem Dreieck, Spitzbogen oder abgerundeten Quadrat besteht und als Sinnbild des Wipfels ein Kreuz tragen kann. Abgesehen von diversen Obst- oder Nadelbäumen sowie Stühlen, Stiefel oder Fenster kann man auch einige humorvolle Kuriositäten, wie die Zeichnung „Bilderrahmen mit Ohren“, entdecken.

Neben Werken, die der Künstler aus der Erinnerung schafft, arbeitet Hladisch mit Vorlagen aus Zeitschriften, Lexika oder anderen Medien. Er zerlegt nach Formen und überträgt ohne sich exakt an das Muster zu halten, abstrahiert und verfremdet, bis das Original nur noch erahnbar ist.

Einige Bilder sind mit Acrylfarbe auf Leinwand entstanden, hauptsächlich jedoch verwendet der Künstler Bleistift und entwickelte eine spezielle Technik: Über eine zarte Vorzeichnung, bei der er die Form des Blattes subtil einbezieht, legt er einen Teppich aus unzähligen parallelen Strichen. Durch differenzierte Linienführung, stellenweise Ausarbeitung der Kontur und Verwendung verschiedener Bleistiftstärken erzeugt er Bilder mit bizarren Perspektiven.

Ein Uhrwerk, das über ein Blatt zu kriechen scheint oder eine Kamera, die wirkt, als würde sie atmen sind nur zwei Beispiele der geheimnisvollen Objekte, denen Hladisch in seinen phantastischen Bildern Leben einhaucht.

exponate verkauf